Bildhauerei



BILDHAUEREI

Relief – ein Versuch die bildhauerische Ausdrucksform zu verstehen. Bei dem Workshop wird versucht, die Aufmerksamkeit der Teilnehmer auf Probleme zu lenken, wie die ständigen Veränderungen der Strukturen bei folgenden Arbeitsprozessen. Die Strukturen entstehen zwischen Fläche und Dreidimensionalität. Die Wahrnehmung und der tatsächliche Versuch all dieser möglichen Optionen werden mit den Workshop-Teilnehmern gemeinsam besprochen und durchgeführt. Als Werkstoff wird Ton genommen. Dieses Material lässt sich leicht gestalten, z.B. kneten, einkratzen, abdrücken, zerschneiden, aufreißen, zerquetschen, verschieben, werfen, einstampfen, durch dritte Gegenstände abstempeln. Dann werden für alle Arbeiten sog. Negativformen hergestellt. Nach dem Entfernen des Tons aus den Gipsnegativformen ergibt sich für die Teilnehmer eine sehr interessante Möglichkeit – sich eigene Reliefs quasi von „innen“ anzuschauen und neu wahrzunehmen. Es entsteht eine völlig unerwartete Raumsituation, mit der wir konfrontiert werden, die wir aber versuchen zu definieren und die auch später fotografisch dokumentiert wird. Nach einer gemeinsamen Besprechung und Diskussion werden einige Arbeiten im Negativ als „beendete Arbeit“ belassen, für andere fertigen wir Positive an, d.h. wir gießen sie in Alabastergips. Das ganze Experiment soll nach Möglichkeit von gegenständlichen Inhalten fern bleiben, damit die Erforschung durch die Teilnehmer nicht abgelenkt wird. Die gewonnenen Eindrücke werden uns später bei einer Auseinandersetzung mit dem Material ermöglichen, uns in dessen Strukturen und Charakter frei zu bewegen, sie vollkommen wahrzunehmen. Alle im Workshop entstandenen Arbeitsprozesse der gesamten Werke werden fotografisch festgehalten, so dass jeder Teilnehmer später eine vollständige Workshopdokumentation zu diesem Thema als CD erhält. Der Workshop eignet sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene.

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